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Madagascar National Parks
 

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Madagascar National Parks
Beitrag zur nachhaltigen Entwicklunga


Madagaskar National Parks verbindet eng Schutzkonzept mit jenem der nachhaltigen Entwicklung. Diese Philosophie integriert die lokale Bevölkerung in den Schutz und die Verwaltung der geschützten Gebiete.

Eine menschliche Dimension für den Schutz

Der menschliche Druck bleibt immer die größten Bedrohungen auf die Naturschätze. Die Armut und die Unwissenheit über die Vorteile der Umwelterhaltung sind zwei sich koppelnde Gefahren. Die Landgemeinden greifen im Allgemeinen auf die Ressourcen der umliegenden Wälder zurück, um zu überleben. Diese Ausbeutung der Ressourcen hat eine unmittelbare und sogar permanente Abhängigkeit für bestimmte Gemeinden. Das schwächt die Naturschutzgebiete gefährlich und führt zur Bedrohung des Überlebens Ihrer Fauna und Flora.

Aber sehr oft überwiegen die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die die Nutzung der natürlichen Ressourcen bringen, auf dem Schritt zum Schutz der Biodiversität.  Somit ist die Umwelterziehung einer der Pfeiler zum Parkschutz geworden. Mehrere Programme für Umwelterziehung sind so entstanden und werden verwirklicht, um den Gemeinden und den Dorfbewohnern zu helfen, Bezugspunkte zu ihrem Alltag zu finden. Permanente Ausstellungen, periodische Bulletins, radiophonische Emissionen, Programme für rationelle Verwaltung der Naturschätze… die Aktivitäten sind verschieden, und die lokale Dimension wird vornangestellt.

Aber die lokale Bevölkerung ist besonders mit den Wohltaten der Naturschätze vertraut, um das Beste aus den vielen Vorteilen der Naturschutzgebiete zu ziehen. Das Wasser, das benutzt wird, um die Kulturfelder zu bewässern, ist so einer der großen Vorteile der Grenzbewohner längs dieser geschützten Gebiete. Das Erlernen des ökologischen Gebrauchs wird so eine wesentliche Etappe sowohl für den langfristigen Schutz und die wirtschaftliche Verwaltung des Parkes als auch für die Entwicklung der umliegenden Ortschaften.

Ein geschütztes Gebiet zum Nutz der lokalen Bevölkerung
Konkret: Welche Gewinne ziehen die angrenzenden Bevölkerungen durch ihre Auswirkung in der Erhaltung der geschützten Gebiete?

50% der Einnahmen der Eintrittsgebühren in den geschützten Gebieten (DEAP), werden für die Finanzierung von Schutzaktivitäten und Mikroprojekten bestimmt, die die Erwartungen der Bevölkerung und die Zielsetzungen der Erhaltung der geschützten Gebiete verbinden. Dieser Fonds stellt oft die Teilnahme der lokalen Bevölkerungen bei ihrem Partnerschafts- oder Finanzierungsantrag bei Wirtschaftsakteuren wie FID oder PSDR dar.

Fokontany, Dörfer, Dorfgruppen oder Gemeinden sind die Nutzniesser dieser Mikroprojekte. Diese Letzten können gemeinschaftliche Mikroprojekte z. B. die Konstruktion einer Schule, eines Staudammes oder eines Basisgesundheitszentrums in einer Gemeinde sein. Aber sie können auch erzeugende Einkommensaktivitäten sein, die durch die ländlichen Assoziationen und Organisationen vorgeschlagen werden.

Das COSAP, "Comité d’Orientation et de Soutien à l’Aire Protégée" (Ausschuss zur Orientierung und Unterstützung der Naturschutzgebiete), greift als Gremium in der Wahl und der Verwirklichung dieser gemeinschaftlichen Projekte ein, welches beauftragt wurde, die Interessen der geschützten Gebiete und der Einwohner der angrenzenden Dörfer zu verteidigen.

Erfolgreiches Mikroprojekt, eine Erfolgsgeschichte

Der Nationalpark von Andasibe-Mantadia ist ein Beispiel dieses Erfolges. In diesem Park haben 50% der Einnahmen der Eintrittsgebühren, das heißt 340 Millionen MGA, dazu beigetragen, die Projekte von 14 „Comités Villageois de Développement CVD)“ (Dorfentwicklungsausschüsse) zu unterstützen. Somit konnten dank den DEAP und mit Hilfe der Organisationen von Schülerfamilienmitgliedern (FRAM), und dem „Fonds d'Intervention pour le Développement“ (FID) (Interventionsfonds für die Entwicklung), drei öffentliche Grundschulen (EPP), in den Fokontany von Fanovana, Volove und Vohibazaha gebaut werden.

Das EPP (Grundschule) von Fanovana, das zwei Klassenzimmer hat, ermöglichte die Fortzusetzung der Schulzeit von 192 Schülern. Die Konstruktion dieser Einrichtung ist auf 36 Millionen MGA geschätzt worden; das FID hat in Höhe von 30 Millionen MGA und Madagaskar National Parks 5,6 Millionen MGA beigetragen. Aber die lokale Bevölkerung hat auch durch Schenkungen in natura teilgenommen oder durch verschiedene Dienste wie die Vorbereitung und der Transport der Materialien, die Reinigung…

Wie in vielen madagassischen Dörfern verlassen die Kinder die Schulbänke in der Periode des Versorgungsengpasses. Im Fokontany von Fanovana hoffen die Lehrer, dass diese neue Einrichtung die Familienmitglieder ermutigen wird, ihre Kinder einzuschulen. Eine umso begeisterndere Perspektive, da die Schüler der siebten Klasse dieses Fokontany alle ihre CEPE-Prüfung geschafft haben.

Abgesehen von dieser Lehranstalt sind auch andere Projekte dank den DEAP finanziert worden wie die Einrichtung der Untiefen im Reisfeld und der Erwerb metallischer Pirogen, um die Überquerung des Flusses von Sahatandra zu vereinfachen.

Kurz gesagt, eine Erfolgsstory, welche ohne jeglichen Zweifel von anderen umliegenden Gemeinden dazu führen wird, sich mehr zu engagieren!