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Aktualitäten der Schutzbegiete Manombo
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Manombo
Das Spezialreservat von Manombo liegt im Südosten. Es ist die einzige geschützte Fläche, wo der am meisten bedrohten Amphibienart Mantella bernhardi zu begegnen ist. Das Reservat schützt die größte Vielfalt von Erdschnecken auf der gesamten Insel.
GPS : 22°57' S, 23°08' S und Länge 47°36' E, 47°48' E.



Das Spezialreservat von Manombo, 5.320ha, ist 27km im Süden von Farafangana in der Region ATSIMO ATSINANANA angesiedelt. Die Gesamtoberfläche des Waldes umfaßt 15.000ha, darunter 4.000ha, die dem Spezialreservat gehört. Das Reservat ist in zwei Teile unterteilt, die durch die Nationalstrasse N°12 getrennt sind, die Farafangana-Vangaindrano verbindet. Der erste Teil liegt im Nordwesten des Dorfes von Manombo und im Westen der Nationalstrasse N°12. Der zweite Teil ist im Südosten des Dorfes von Manombo zwischen der Nationalstrasse N° 12 und dem Indischen Ozean.


Die fauna

Die am meisten sichtbaren Arten sind die tag- und nachtaktiven Lemuren und unterschiedliche ländliche Schneckenarten.Das Spezialreservat Manombo beherbergt :

Primaten : 8 Arten, u.a :

  • Eulemur cinereiceps, einer der 25 am meisten bedrohten Primatenarten der Welt,
  • Varecia variegata variegata,
  • Microcebus rufus,
  • Avahi laniger,
  • Lepilemur sp und hapalemur griseus.

Andere Säugetiere :

  • Limnogale mergulus,
  • Eupleres goudoti,
  • Cryptoprocta ferox,
  • Brachyuromys betsileonsis,
  • Nesomys audeberti.

- Vögel : achtundfünfzig (58) Arten, u.a. : Galidia elegans, Ardeola idea,
- Reptilien : u.a. Leptosomus discolor, Boa madagascariensis,
- Amphibien : u.a. Mantella bernhardi, endemisch von Manombo,
- Fische : endemisch der Region wie Bedotia sp, Pantanodon, Paratilapia sp.

Die Flora

Die Gesamtheit des Spezialreservats von Manombo zeigt eine, ausnahmsweise, diversifizierte Flora. Auf den fünf momentan bestimmten endemischen Familien werden dort vier gezählt: die Asteropeiaceae, Physenaceae, Sarcolaenaceae und Sphaerosepalaceae. 65,05% der identifizierten Arten sind in Madagaskar einzigartig.

 

Intelligent verreisen...

Für Ihren Aufenthalt in Manombo bringen Sie einen Regenmantel, gute Wanderschuhe und eine Taschenlampe mit. Achten Sie auf Ihre Anti-Malariabehandlung. Denken Sie daran, ein wenig Salz oder Tabak mitzubringen, um den Blutegel entgegenzuwirken, die nicht gefährlich sind. Die nächsten Bank und das nahe Krankenhaus sind in Farafangana. Manombo und seine Umgebungen sind durch die Telefonnetze Orange, Zain und Telma abgedeckt.
 

Die Geschichte des Spezialreservats
 
Das Spezialreservat von Manombo ist im Jahre 1962 entstanden. Der Wald deckt etwas weniger als 15.000ha ab, deren 4.000ha dem Spezialreservat angehört. Manombo ist in zwei Teile geteilt. Ursprünglich gehörte der Teil 1, 2.800ha, zu einem größeren klassifizierten Wald von Efasy-Nord-Ost, der jetzt das Forstreservat von Efasy ist. Die Parzelle 2 gehörte zum klassifizierten Wald von Lopary-Nord-Ost, der in Richtung Süden in Vangaindrano verlängert wird. Diese Parzelle besitzt im Osten einen Strand von 5km, der durch eine Forstvegetation beherrscht wird.

Manombo, letzter Zufluchtsort für seltene Arten

Die Bedeutung von Manombo besteht hauptsächlich in der Representativität typischer und einmaliger Lebensräume des Südostens von Madagaskar, aber auch in der Anwesenheit von seltenen Arten. Der Osten vom zweiten Teil wird von "Hintsy“ oder Hintsia bijuga bevölkert, eine endemische Art von Manombo. Dieser östliche Küstenhintsywald ist der Einzige im nationalen Netz geschützter Flächen, die durch Madagaskar National Parks verwaltet wird. Sie dehnt sich auf 1.055ha aus.

Der feuchte Wald niedriger Höhe entwickelt sich auf der Ebene und auf dem eisenartigen Boden. Diese Pflanzenbildung befindet sich im ersten Teil und dehnt sich auf ungefähr 2.410ha aus. Dieser Wald ist mit dem Humbertia madagascariens oder "Fatsinakoho“ ausgestattet, der eine endemische Art von Manombo ist.

Das Reservat von Manombo trägt zur Erhaltung des größten Anteils der am meisten bedrohten und seltenen Art von Lemuren bei, dem Eulemur cinereiceps, dem Varecia variegata variegata  und dem Aye-Aye. Es ist auch der einzige Park, wo die am meisten bedrohte Amphibienart lebt: der Mantella bernhardi. Außerdem sind neue Arten von Süßwasser-Fischen im Reservat im Jahr 1994 entdeckt worden. Diese Arten gibt es nirgends wo anders, sie gehören zur seltenen endemischen Art Pantanodon, Betodia sp und Paratilapia sp. Schließlich und ganz speziell schützt Manombo die größte Vielfalt von Erdschnecken aus Madagaskar: 52 Arten sind in den Wäldern niedriger Höhe gezählt worden.


Ein Wasserreservat

Manombo umfaßt Küstenebenen, wallende Hügel und angeschwemmte Täler. Die Anhäufungen oder "Karaoka“ sind auf der Oberfläche sehr reich und werden durch den schwachen Anteil an Kieselsäure und starke Anteile aus Eisenoxid charakterisiert. Manombo wird durch den Fluss Takoandra begossen, der den ersten Parkteil in Richtung des Südens und des Flusses von "Menatsimba“ dräniert und den zweiten Teil des Parkes in seinem Südteil abgrenzt. Diese zwei Flüsse werden durch kleine Wasserläufe und Bäche versorgt, die den Wald durchqueren, um etwa 300ha Reisfelder nach unten zu bewässern und Farafangana mit Trinkwasser zu versorgen.

Das Litoral wird oft von Zyklonen getroffen, die trockene Saison existiert praktisch nicht. Die jährlich durchschnittliche Temperatur beträgt 23°C, max. 31°C im Januar und min. 13°C im Juli.

Selektive Schläge und starke Ausbeutung

Die Stämme Antesaka, Antefasy, Zafisoro, Antemoro Vakinankaratra und Betsileo leben in unmittelbarer Umgebung des Reservats von Manombo. Diese Einwohner, Grenzbewohner des Reservats, haben einen überlieferten Lebensstil, sehr abhängig von den Forstprodukten (holzig und nicht holzig). Sie praktizieren die "tavy“-Kultur (Abbrennen von Wald für Agrarfläche) und leben von der Landwirtschaft, von der Fischerei und der Korbflechterei.

Einige leben von kleinen Geschäften und Zucht, aber im Grossen und Ganzen sind die Dorfbewohner sehr abhängig von den Forstressourcen. Ihre forstlichen Aktivitäten haben schwere Auswirkungen auf die Artenvielfalt: die Buschfeuer (tavy-Kultur), die Jagd und die Wilderei, der selektive Holzeinschlag zum Bau oder Verkauf des Holzes in der Stadt, sind unheilvoller Druck für das Überleben von Manombo. Der Mahampy (Cyperus), und der Ravinalastamm (Ravenala madagascariensis), Grundmaterial für die Korbflechterei, werden stark vermarktet und daher extrem ausgebeutet.
 

 


Les microprojets de Manombo
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Hinweise

Das Spezialreservat Manombo ist dank der Nähe der Nationalstrasse leicht zugänglich.
Antananarivo - Manombo: zwei Tage Fahrt, praktikabel das ganze Jahr.

Per Strasse:

Ziehen Sie einen Geländerwagen vor, um die Strecke Antananarivo - Manombo zu machen.
Nehmen Sie die Nationalstrasse N°7 nach Fianarantsoa. Verbinden Sie Ambohimahasoa/Fianarantsoa auf 355km einer asphaltierten Straße. Von Ambohimahasoa aus erreichen Sie Alakamisy Ambohimaha und Irondro auf der Nationalstrasse N°25: 133km asphaltierte Straße. Schließlich nehmen Sie die Nationalstrasse N°12A von Irondro, indem man durch Ranomafana, Manakara Vohipeno, Farafangana, Bemelo und Manombo übergeht. Es ist eine Straße von 240km, darunter 100km in schlechtem Zustand.

Mit Taxi-Brousse (mittelgrosse Reisebusse) :

Fianarantsoa - Farafangana; jeden Tag.
Farafangana - Bemelo: jeden Tag (nehmen Sie die Farafangana-Vangaindrano-Linie). Es ist möglich, ein Stadt-Taxi in Farafangana zu mieten, denn Bemelo befindet sich nur 25km von da.

 

Des Reservat hat noch keinen eingerichteten Rundgang. Trotzdem können lokale Führer Ihnen den Standort und Ihnen ihre Reichtümer entdecken lassen.





Das Büro des Spezialreservats von Manombo ist in Bemelo. Sie können dort den Parkeintritt zahlen.

Das Spezialreservat Manombo verfügt über keine Empfangsinfrastruktur, jedoch gibt es Orte mit Unterstand für die Zelte, Wasser, eine Dusche und Toiletten. Wenn Sie es wünschen zu zelten, raten wir Ihnen auch, Ihr eigenes Material, Zelt und Schlafsack mitzubringen. Sie können auch in Farafangana übernachten, wo es mehrere Kategorien von Unterkünfte gibt, vom einfachsten beim Einwohner bis zu einem gewissen Komfort in den Hotels des Ortes,.

Kontakt :

Direction Inter-Régionale MNP Fianarantsoa
BP 1363 Antsorokavo
Fianarantsoa
Madagaskar

Tél : + (261 20) 75 512 74
Fax : c/o LDI 75 507 63 GSM : + (261 32) 02 450 25
           + (261 32) 40 481 75

Email : angapfnr@mel.moov.mg
             angapfnr@yahoo.fr
             fnr.parks@gmail.com

Réserve spéciale de Manombo
cef de Réserve : RAZAFINDRAPANITRY Olivier
Séc CR p.i GSM : + (261 32) 07 595 26 / +(261 33) 23 050 74
Contact : c/o DIR-FIANARANTSOA
 

Das Reservat hat noch keinen eingerichteten Rundgang. Trotzdem können Sie mit lokalen Führer den Standort besuchen. Schwimmen Sie im Wasserfall von Rianambo auf dem Manatsimba-Fluss. Wenn Sie es wünschen, können Sie die Nacht dort verbringen, profitieren Sie vom natürlichen Schwimmbad, von den Stränden und von den Wäldern auf dem Litoral und den Mündungen der Flüsse im Norden und im Süden der Parzelle. Es ist möglich zu picknicken, und sich im brackigem Wasser zu baden oder sich mit den Pirogen auf den Flüssen Takoandra und Menatsimbe fortzubewegen , wo Sie die Kolonien von Vögeln und von Krokodilen bewundern können. Erleben Sie das Ausladen der Fischer am Strand von Takoandra, ein Zeitpunkt der Entspannung und ein Zusammenkunfts- und Austauschort.

Im Oktober bewundern Sie die Parade der Wale an der Mündung von Tsaratanana und beobachten während der Nacht die Meeresschildkröten am Strand. In der Parzelle II bewundern Sie den bekannten Fatsinakoho (Humbertia madagascariensis).

Schließlich besuchen historische Standorte wie die Stelen von Dina Menavozo und Orimbato, alte Zaunkönige.