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Aktualitäten der Schutzbegiete Ambohijanahary
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Ambohijanahary
Das Spezialreservat von Ambohijanahary liegt im mittleren Westen an der Grenze des Plateaus von Bongolava. Dieses Reservat ist vor allem Dank seinem zugleich seltenen und bedrohten Ökosystem bekannt. GPS 18°32 Süd - 45°26 Ost.




Ambohijanahary besitzt eine Fläche von 24.750ha. Dieses Spezialreservat erstreckt sich beiderseits der Regionen von MENABE und MELAKY, auf der Verkehrsader Tsiroanomandidy-Maintirano. Zur Zeit ist keine touristische Infrastruktur vorhande, um Besucher aufzunehmen, aber für die Zukunft von Madagaskar National Parks eingeplant.

Die Fauna

Das Spezialreservat von Ambohijanahary enthält endemische Arten und ist abwechslungsreich gestaltet. Neun Arten von Amphibien, 21 Arten Reptilien wurden gezählt, von Geckos bis hin zu Leguaneen und Schlangen. Die herpetologische Fauna dieses Spezialreservats wird zur Hälfte durch Arten gebildet, die den östlichen feuchten dichten Wald vorziehen. 97 % der beobachteten Arten sind in Madagaskar endemisch.

Bei den Säugetieren enthält Ambohijanahary eine einzige Art Insektenfresser: Der Microgale brevicaudata sowie drei Arten madagassisch endemischer Tenrecs. Diese unterschiedlichen Säugetiere halten in der trockenen Jahreszeit Winterschlaf. Andererseits ist in Ambohijanahary eine einzige Art Taglemuren, der Propithecus verreauxi deckeni, bekannt. Dieser Lemur, der im Allgemeinen ein seidiges weißes Fell mit großen schwarzen Flecken auf dem Hals und dem Rücken besitzt, hat die Wälder des Spezialreservats vollständig kolonisiert. Die Halbaffen werden "Tsibahaka vondromay" genannt.

Schließlich sind zwei Arten Fleischfresser in diesem Wald von Ambohijanahary identifiziert worden. Eine davon ist endemisch: der Cryptoprocta ferox, mit madagassischem Namen "Fosa" und die zweite, die eingeführt wurde: der Viverricula indica oder „Jaboady“. Schließlich die Wildschweine, Potamochoerus larvatus, in Madagaskar eingeführte Tiere, die anscheinend in diesem Reservat genauso zahlreich sind.

Bei den Vögeln sind die Arten weniger reich als bei den anderen madagassischen geschützten Naturgebieten, obwohl Ambohijanahary für die Ornithologen auch weiter von Interesse ist. 57 Vogelarten überfliegen das Spezialreservat, worunter mehr als 50% endemische und 37 % endemisch auf den Inseln des Indischen Ozeans sind. Zwei unter ihnen, der Alectroenas madagascariensis und der Tylas edwardi sind des östlichen feuchten Waldes typisch und der Falculea palliata und der Coua cristata sind besondere Arten des Westen.

Die Flora

Fünf verschiedene Ökosysteme leben im Spezialreservat von Ambohijanahary zusammen. Der dichte Wald, der sich über 8.794ha erstreckt, der klare Wald, der 3.419ha einnimmt, die grasartigen Bildungen sowie das Gestrüpp "Nastus borbonicus" : 12.174ha, Wasserflächen und nackte Zonen, Sand oder Felsen, die 6ha darstellen. 208 Pflanzenarten werden auf der gesamten Fläche des geschützten Naturgebietes gezählt. Die Rubiaceae und seine 21 Arten, sind die am weitesten verbreitesten Familien. Die Sarcolenaceae bilden die einzige endemische Familie und die Diospyros und Macaranga-Arten (fünf-5-Arten) sind am besten diversifiziert.

Die Vegetation ändert sich merklich je höher man kommt. Ein Höhenunterschied von 100m kann schon eine schöne Pflanzenvielfalt schaffen. Der Ocotea cymosa und Ocotea auriculiformis wuchern in dem dichten Wald. Die Brachylaena merana und Anthocleista madagascariensis kolonisieren den Kamm.

Anders die Gräser, die das allerletzte Stadium der Degradierung des Forstkreises sind, stellen weniger als die Hälfte des Reservats dar: 12.174ha. Der Hyparrhenia rufa, der Aristida rufescens und der Penllisetum polystachyum wird man am ehesten begegnen. Diese hemicryptophyten Arten haben sich trotz der Folgen der Buschfeuer gut angepasst.

Schließlich ist auch eine von Bambussen oder Nastus borbol1icus (BAMBUSACEAE) entstandene Bildung, von 8 bis 10 m Höhe, in Ambohijanahary verbreitet. Diese Art von Bambussen werden aufgestellt und am Ende gebogen : Sie sind sehr dicht und unentwirrbar.
 

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Zur Zeit existiert weder logistische Betreuungen noch Infrastruktur für Ihren Besuch.

Die Geschichte des Spezialreservats

Das Spezialreservat Ambohijanahary ist 1958 eingerichtet worden. Es ist ein Ort, der wegen seines spröden eisenhaltigen Bodens, seiner Fauna und Flora, aber besonders wegen seines dichten Waldes, typisch für die Region ist und eigentlich nur ein geschütztes Naturgebiet werden konnte. Der Stamm der Sakalava lebt seit jeher in dieser Region, obwohl auch andere Stämme vertreten sind. Im Allgemeinen leben sie von der Rinderzucht, da diese Region wirklich der "Zebupark" von Madagaskar ist. Die Reis-, Maniok-, Mais- und Bohnenkultur bildet die landwirtschaftilchen Tätigkeit der Region. Die Geflügelzucht, die Bienenzucht, die Fischzucht und der Fischfang in den Seen sind ebenfalls Einnahmequellen für die Einwohner.

Ein erobertes Land?

Das Damoklesschwert droht u.a. auch Ambohijanahary. Die o.g. menschlichen Tätigkeiten bergen für das Spezialreservat  viele Gefahren hinsichtlich des Schutzes seiner Biodiversität. Weitere Dörfer gründen sich nämlich in der Nähe von Ambohijanahary, um den Zugang zum Wald zu erleichtern. Da das Parkmanagement wenig Handhabe hat, tendieren die Einwohner dazu, das Reservat als ihr "erobertes Land" zu betrachten.

Buschfeuer sind in höchstem Mass zersrtörerisch. Leider werden diese am Ende der trockenen Jahreszeit auf den Viehweiden absichtlich gelegt. Die Folgen für das Ökosystem von Ambohijanahary sind katastrophal.

Das Spezialreservat von Ambohijanahary, eine Aufeinanderfolge von Kämmen und Talwegen, spitzen Hügeln und steilen Gefällen, ist auf einer Hochebene, manches Mal über 900m. Aber sein westlicher Teil ist eine weite Ebene und Plateau von 200 bis 400m Höhe.

Ein kontrastreiches Übergangsklima zwischen dem Westen und dem Zentrum von Madagaskar herrscht über Ambohijanahary und seiner Umgebung. Die unregelmäßigen Bewegungen der Wasserläufe, die vom zerstörerischen Hochwasser und vom sehr schwachen Niedrigwasser rhythmisch gestaltet werden, schaffen einen Kontrast zwischen den trockenen und lauwarmen Jahreszeiten und den sehr warmen regnerischen Perioden. Doch diese Wasserläufe versiegen schnell in der trockenen Jahreszeit: es sind die Folgen der Erosion, die Versandung der Flüsse.


Les microprojets de Ambohijanahary
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Zur Zeit existiert weder logistische Betreuungen noch Infrastruktur für Ihren Besuch.





Das Spezialreservat Ambohijanahary verfügt noch über keine Verwaltungsstruktur, so dass es sinnvoller ist, den Sitz von Madagascar National Parks in Antananarivo direkt zu kontaktieren.

Kontakte :

Immeuble Madagascar National Parks
Ambatobe - BP 1424
101 Antananarivo

Tél. : + (261 20) 22 415 38
         + (261 20) 22 418 83

Email : contact@madagascar.national.parks.mg
 


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